THE GREAT RESET


Neuer Wein in alten Schläuchen?

Wir leben in einer Welt, in der viele Fehler gemacht wurden und weiter gemacht werden. Fehler, die mittlerweile verheerende Folgen in allen Bereichen nach sich ziehen: gigantische Umweltverschmutzung, wachsende Müllberge, grausame Ausbeutung von Bodenschätzen und Arbeitskräften, Zerstörung der Familie durch falsche Rollenverständnis, Geschlechtsidentität, Vernachlässigung der Kinder und Zunahme egozentrischer Lebenshaltung. Hinzu kommt der Niedergang moralisch-ethischer Werte, Geldgier, eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Ausgrenzung störender Ideologien, steigende Kriminalität, soziale Lethargie, kriegerische Konflikte, die Verfolgung religiöser Non-Konformisten und Krankheiten, verursacht durch einen unvernünftigen und ausschweifenden Lebensstil. Die Liste ist unvollständig, verdeutlicht aber, dass unsere Welt auf eine Katastrophe zusteuert. Große Köpfe haben diese Szenarien zu Ende gedacht – und aus einem gemeinschaftsfördernden Überlebensdrang oder anderen Gründen nach Auswegen aus der Krise gesucht. Diese „Gutmenschen” wollen die begangenen Fehler wieder gutmachen, gewissermaßen ausbessern, und damit die Menschheit retten. Gibt es einen wirksamen Weg, die Fehler und ihre Folgen auf wirtschaftlicher, politischer und sozialer Ebene wieder gutzumachen?

GEORGIA GUIDESTONES

Was wäre denn Dein persönlicher Lösungs-Vorschlag? Wie wäre es mit diesem hier:

Halte die Menschheit unter 500 Millionen in fortwährendem Gleichgewicht mit der Natur. Kontrolliere die Fortpflanzung weise – um Tauglichkeit und Vielfalt zu verbessern. Vereine die Menschheit mit einer neuen Sprache. Beherrsche Leidenschaft – Glauben – Tradition und alles Sonstige mit gemäßigter Vernunft. Schütze die Menschen und Nationen durch gerechte Gesetze und gerechte Gerichte. Lass alle Nationen ihre eigenen Angelegenheiten intern regeln und internationale Streitfälle vor einem Weltgericht beilegen. Vermeide belanglose Gesetze und unnütze Bürokratie. Schaffe ein Gleichgewicht zwischen den persönlichen Rechten und den gesellschaftlichen Pflichten. Würdige Wahrheit – Schönheit – Liebe – im Streben nach Harmonie mit dem Unendlichen. Sei kein Krebsgeschwür für diese Erde – lass der Natur Raum.

Schockiert? Verschwörungstheorie? Klingt sehr nach einem humanistisch geprägten Weltbild – allerdings mit totalitären Zügen. Immerhin fordert das Programm den Tod von Milliarden Menschen zur Erhaltung des Gleichgewichtes. Wer um alles in der Welt soll denn eine solche Entscheidung treffen? Jedenfalls erinnern solche Gedanken an die Ideen von George Orwell (11) und Aldous Huxley (12), an ihre Vorstellung einer zukünftigen Welt, die zumindest von einer gewissen Gruppe von Menschen als ideal angesehen wird. Das erwähnte Programm zur Lösung der Weltnot lässt sich seit 1980 auf 6 Meter hohen Granitblöcken in 8 verschiedenen Sprachen lesen. Das Monument steht in den USA, im Bundesstaat Georgia. (10) Angeblich wurde es von einer Gruppe von Menschen in Auftrag gegeben, die an Gott glauben.

Geburtenkontrolle, Gentechnologie, Vernunft, Gerechtigkeit, Gleichgewicht und Harmonie mit der Natur und dem Unendlichen. Eine Sprache, ein Weltgericht, einfache Gesetze und ein minimaler Beamtenstab. Im Grunde erkennen wir in den 10 Punkten der Georgia Guidestones genau jene Sehnsüchte und Gedankenspiele, die seit Jahren die Welt beschäftigen – und die sogar in Teilen nach biblischem Paradies klingen.

THE GREAT RESET

Etwas anders, und doch ähnlich klingt das Programm, das Prinz Charles und der Direktor des Weltwirtschafts-Forums (WWF), Klaus Schwab, im Mai 2020 vorgestellt haben. Rücksicht auf die Umwelt, auf den gegenseitigen Fortschritt und eine Verbesserung des Kapitalismus. Es ist die Rede von globalem wirtschaftlichem Aufschwung, von Nachhaltigkeit, von einer fairen Wirtschaft, einer vierten grünen industriellen Revolution, zur Schaffung einer wirtschaftlichen und öffentlichen Infrastruktur – mit Hilfe von Innovation, Wissenschaft und Technologie. Der Titel des Programmes: THE GREAT RESET (Der große Umbruch bzw. Neustart). (13)

Von den Protagonisten dieses neuen Weges wird die aktuelle Corona-Pandemie als ideales Sprungbrett bzw. eine günstige Gelegenheit angesehen, denn der globale Umbruch von West nach Ost durch alle Gesellschaftsschichten und wirtschaftlichen Bereiche hindurch verlangt von allen Menschen Opferbereitschaft – und natürlich deren Zustimmung. Und der Erfolg der bisherigen Corona-Maßnahmen hat offensichtlich bewiesen, dass es möglich ist.

Folgt man den Überlegungen der Kolumnistin Heike Buchter in ihrem Artikel (14), dann ist es bei solch hehren Gedankenexperimenten aus dem Munde der Weltelite nicht verwunderlich, wenn sich alsbald die wüstesten Verschwörungstheorien bei jenen breit machen, die ihren Glauben an den „Gutmenschen” längst verloren haben. Denn Corona und der GREAT RESET haben nicht nur Verlierer, sondern auch große Gewinner (17). Bill Gates und George Soros sind dabei nicht die einzigen…

DER GLOBALE MARSHALL PLAN

Wer sich ein wenig für Geschichte interessiert, der wird mit dem Begriff Marshall-Plan sicherlich etwas anfangen können. (15) 1945 lag Europa in Trümmern – und zwar physisch als auch sozial, wirtschaftlich und politisch. Der damalige US-Außenminister George C. Marshall initiierte daher einen Plan, um Europa wieder aufzubauen. Dabei ging es um gewaltige finanzielle Unterstützungen – nicht zuletzt, um mit Europa auch wieder einen gewinnbringenden Wirtschaftspartner zurückzugewinnen. In diesem Rahmen wurde auch die heutige OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit, damals OEEC) gegründet. Auch damals gab es also bereits einen GREAT RESET. Betrachtet man allerdings die Entwicklung der letzten 70 Jahre, dann könnte man die Frage stellen, wie wirksam dieser Reset tatsächlich war. Sicherlich gab es eine Zeit lang einen Wirtschaftsboom, einen tatsächlichen Aufschwung. Aber mittlerweile scheinen wir in etwas modifizierter Form und v.a. ohne Krieg wieder am Ausgangspunkt angekommen zu sein. Es muss sich also offensichtlich etwas Grundlegenderes ändern. Das zumindest propagieren die Anhänger des modernen globalen Marshall-Planes. Ihre Mission: „Was wir heute brauchen, ist ein Global Marshall Plan um die Umwelt zu retten und Milliarden besitzlosen Menschen die Möglichkeiten zu geben, wirklich an der Wirtschaft teilzuhaben.“ (29)

PAPST FRANZISKUS

Interessant an dieser Stelle ist eine gewisse Diskrepanz zwischen den beiden vorgestellten Ansätzen und dem, was in einem ganz anderen Bereich zur Lage der Welt gesprochen wird. Es handelt sich um keinen Geringeren als Papst Franziskus selbst, der in einem buchfüllenden Interview die Welt aufrütteln will. (16) Auch er spricht sich gegen finanzielle Spekulationsgeschäfte, für eine umweltfreundliche Wirtschaft inklusive der Abwendung von fossilen Brennstoffen und eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Vermögen aus. Aber er fügt dem noch andere, wichtige Elemente hinzu: Er betont die Unvertretbarkeit militärischer Aufrüstung, die riesige Geldsummen verschlinge, die zur Behandlung und Rettung von Menschenleben verwendet werden sollten. Dazu sei die augenblickliche Situation eine Chance, die Gesellschaft neu zu bauen unter dem Banner menschlicher Brüderlichkeit – für die es keine Alternative gäbe. Denn es brauche eine globale Vision, die sowohl von der Regierung als auch von der gesamten Bevölkerung getragen werden müsse. „Wir brauchen politisches Handeln als Frucht internationaler Harmonie…”, „kurzsichtiger Nationalismus” und andere Formen „politischer Selbstsucht” müssen aufhören um „multilaterale Lösungen” zu finden. Er betont die Rolle junger Menschen in der Umweltbewegung und die Notwendigkeit umgehender, radikaler persönlicher und politischer Entscheidungen. „Der Pfad zur Rettung der Menschheit führt über die Schaffung eines neuen Entwicklungsmodells, das sich ohne Zweifel auf das Zusammenleben der Völker in Harmonie mit der Schöpfung fokussieren muss.” Obwohl Papst Franziskus auch moralische Werte anspricht, charakterliche Eigenschaften, scheint der Fokus insgesamt dennoch bei menschlichen, irdisch zentrierten Maßnahmen zu liegen.

Worte des wohl bedeutendsten religiösen Oberhauptes der Welt! Wie wohl der Kommentar bzw. der Aufruf Jesu Christi selbst ausfallen würde?

Richtet man seinen Blick allerdings ein wenig auf das Kleingedruckte, von dem die Medien kaum berichten, dann treten hier noch weitere Dinge zu Tage, die ebenfalls die Gunst der Stunde zu nutzen versuchen.

LGBTQ-GESELLSCHAFT

So lässt beispielsweise ein tieferer Blick auf das Weltwirtschafts-Forum aufhorchen. Offensichtlich sind die Verflechtungen des WWF mit der LGBTQ-Bewegung (43) zahlreich und der WWF arbeitet mit großem Eifer daran, möglichst viele globale Teamplayer des GREAT RESET von den enormen Vorteilen einer LGBTQ-Gesellschaft zu überzeugen und diesen Lebensstil aktiv auf vielfältige Weise intensiv zu propagieren. Es ist sogar davon die Rede, dass diese Bewegung „ein Katalysator des Wandels und eine entscheidende Quelle für den großen Umbruch“ sein soll und „dass Städte mit hoher „LSBT-Inklusion“ sich besser von den wirtschaftlichen Schäden der Corona-Krise erholen würden.” Die Liste der aktuellen Teamplayer ist lang und enthält sehr viele sicherlich gut bekannte Unternehmen. (42)

EUROPÄISCHE SONNTAGSALLIANZ

Auf anderer Ebene verstärken sich die Bemühungen, die schädlichen Auswirkungen der Corona Pandemie auf den Arbeitsprozess, die Familie und damit auf die generelle Gesundheit der Menschen durch einen gemeinsamen, staatlich verordneten Ruhetag auszugleichen – und der ist in Europa traditionellerweise der Sonntag. Dafür macht sich in unserem Kontinent die sogenannte Europäische Sonntagsallianz stark, einem breiten Netzwerk, dem mehr als 100 nationale Allianzen, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, zivilgesellschaftliche Vereinigungen, Kirchen und Religionsgemeinschaften der EU angehören. Erst kürzlich forderte diese Allianz die Entscheidungsträger der EU dazu auf, „den Sonntag und die Feiertage als synchronisierte Freizeit zur Priorität auf die sozialpolitische Agenda zu setzen.” So die Formulierung auf www.vaticannews.va Besondere Beachtung sollte man dabei eventuell einem Vergleich der Darstellung in englischer und deutscher Sprache widmen. Es handelt sich dabei nämlich nicht um eine 1:1 Übersetzung, sondern der jeweiligen Sprachkultur angepassten Texte. In der deutschen Version wird beispielsweise erwähnt, dass 1996 in der EU-Richtlinie zur Arbeitszeitgestaltung eine Bestimmung gestrichen wurde, die den Sonntag als Ruhetag für Arbeitnehmer vorsah – motiviert durch die Argumentation des Europäischen Gerichtshofes, dass die Richtlinie nicht erklären könne, warum „der Sonntag als wöchentlicher Ruhetag enger mit der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer verbunden” sei als jeder andere Tag der Woche. Die Allianz bedauert diese Korrektur und gibt zu bedenken (in der englischen Version), dass nur durch einen gemeinsamen Ruhetag freiwillige Dienste, bürgerliches Engagement, gemeinsame soziale, sportliche oder glaubensbezogene Aktivitäten, Familienzeit und ganz allgemein gemeinsame Zeitgestaltung möglich seien. (44)

SANKTIONEN FÜR VERWEIGERER

Freilich steckt in all diesen Plänen und Ideen viel Gutes. Allerdings werden dem eifrigen Leser der Bibel Bilder vor Augen geführt, die sehr stark an gegenwärtige Entwicklungen erinnern. Im Grunde laufen sämtliche Lösungen auf eine Weltregierung hinaus, die selbst der Papst einfordert (22). Dieser Regierung sollten sich alle freiwillig und zum Wohle der Menschheit und zur Rettung des Planeten unterwerfen. Alle, bis auf jene, deren Hoffnung nicht auf diese Erde gerichtet ist, sondern auf das Reich Gottes. (18) Und was in all diesen Visionen völlig in den Hintergrund zu rücken scheint, ist ein ganz wesentlicher Punkt aus Offenbarung 13: die Möglichkeit des Kaufens und Verkaufens in Abhängigkeit von der Systemkonformität. Geldwirtschaft, Bankenwesen, Zahlungsverkehr – Themen, die schleichend, aber stetig einer deutlichen Entwicklung folgen. So stellt der Buchautor und Finanzjournalist Ernst Wolff in einem Interview (20) fest, dass das Finanzsystem seit Jahren an der Abschaffung des Bargeldes arbeitet – und damit sind die Finanzen jedes Menschen staatlich und wirtschaftlich zu 100% auch gegen seinen Willen steuerbar, kontrollierbar, bis hin zur völligen Sperrung des Kontos. Strafzahlungen und Steuern werden so der Kontrolle des Kontoinhabers entzogen, er schlittert quasi in eine finanztechnische Abhängigkeit und Willkür, in der er sich schwer zur Wehr setzen kann. Jeder, der schon einmal eine Kontosperre durch die Bank oder das Finanzamt erlebt hat, kennt die damit verbundene Machtlosigkeit. Es ist längst keine Horrorvision und schon gar keine Verschwörungstheorie mehr, sondern Realität! (21) Und abseits davon droht der Welt ein globaler, finanzieller Zusammenbruch. Die stets wachsende Verschuldung sämtlicher Staaten der Welt, die deutlich zeigt, wie sinnlos und bankrott das globale Finanzsystem ist, braucht tatsächlich einen kompletten RESET. Es fühlt sich fast wie ein globales Monopoly-Spiel an, ein neues Spiel von Anfang an. (27)

VISION EINER HUMANISTISCHEN GESELLSCHAFT

Allerdings liest sich die Vision des Lebens im Jahre 2030 nicht so dramatisch und negativ. Im Zuge des Weltwirtschaftsforums 2016 beschreibt Ida Auken unter dem Titel “Willkommen im Jahr 2030. Ich besitze nichts, ich habe keine Privatsphäre und das Leben war noch nie besser” wie ihr Alltag aussieht: nichts mehr kaufen, alles gehört allen und wird von allen benutzt, z.B. dient ihr Wohnzimmer während ihrer Abwesenheit als Treffpunkt für Geschäftsbesprechungen, Transportmittel stehen gratis und sofort zur Verfügung, keine Staus, keine Wartezeiten, völlig digitalisierte und kostenlose Kommunikation, jedes Produkt hat sich in eine Dienstleistung verwandelt (sogar das Kochgeschirr wird bei Bedarf zugestellt), Produkte werden hinsichtlich Langlebigkeit und Reparierbarkeit bzw. Wiederverwertbarkeit hergestellt usw. nichts wird mehr gekauft oder gemietet, nicht einmal Kleidung. Roboter haben die meisten Aufgaben übernommen, Arbeiten – die eher Denkphasen, schöpferische Momente und Entwicklungsphasen darstellen – können zu beliebigen Zeiten erledigt werden. So hat man genügend Zeit für Schlaf, Essen und soziale Kontakte. „Manchmal ärgere ich mich über die Tatsache, dass ich keine wirkliche Privatsphäre besitze… Alles in allem ist es ein gutes Leben.” (28) Klingt doch verlockend, oder?

So vielversprechend die Lösungsansätze klingen mögen, sie alle missachten drei ganz wesentliche Faktoren, die im biblischen Kontext eine entscheidende Rolle spielen:

  1. Die Existenz Gottes und die Unveränderlichkeit seines Wortes als absolute Wahrheit
  2. Der große Kampf zwischen Christus und Satan
  3. Die Sündhaftigkeit der menschlichen Natur
DIE ABSOLUTE WAHRHEIT

Jesus selbst hat es definiert: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!” Und Petrus bestätigt dies: „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!” (23)

Dieser Absolutheitsanspruch entspricht nicht der Political Correctness, die absolute Toleranz gegenüber jeder Art von Denkweise einfordert – mit Ausnahme jener, die diese Art von Toleranz anzweifelt. Aber gerade in diesem Anspruch liegt die ultimative Lösung der gegenwärtigen Probleme. Der Gott der Bibel ist allwissend und allmächtig, er kennt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft – und er hat einen festen, unverrückbaren Rettungsplan, der bereits seit tausenden Jahren läuft und eine tatsächliche Lösung sämtlicher Probleme dieser Welt auf der Basis seines Charakters und erfüllter Prophetie vor Augen führt und garantiert!

DER GROSSE KAMPF

Wer glaubt heute noch an die Existenz Satans? Man muss schon froh sein, wenn Leute wenigstens an etwas Höheres glauben oder zumindest dessen Existenz einräumen. Aber Satan? Obwohl jeder täglich das Wirken des Bösen wahrnimmt, schafft es die Mehrheit nicht, diesen Umstand mit Ereignissen in der unsichtbaren Welt in Verbindung zu bringen. Diese Blindheit ist ein strategischer Nachteil, denn wer seinen Feind nicht kennt, ihn ignoriert, ist seinem Wirken hilflos ausgesetzt. Es bleibt nur die Möglichkeit, alles irdische Geschehen irdisch zu deuten, zu interpretieren und irdisch zu lösen versuchen. Petrus mahnt, nüchtern und wachsam zu sein und dem Wirken des Teufels zu widerstehen, und zwar im Glauben: „Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.” (24) Wie aber soll man widerstehen, wenn man den Ursprung und Verursacher des Bösen leugnet und keinen Halt im Glauben an die Wahrheit findet?

DIE SÜNDHAFTIGKEIT DES MENSCHEN

Selbstüberschätzung könnte man als Überschrift über all die mutigen Pläne der Globalisten setzen. Es stößt bitter auf, dass so viele Menschen tatsächlich davon überzeugt zu sein scheinen, dass es nur einiger menschlicher Bemühungen bedarf, um „seine Hautfarbe oder die Flecken am Fell“, die tiefgründige Sündhaftigkeit des Herzens zu verändern (25). Wäre das der Fall, so Jeremia im Auftrag Gottes, dann wäre es tatsächlich möglich für uns Menschen, Gutes zu tun – die wir an das Böse gewöhnt sind. Die Realität zeigt deutlich, dass diese Musik stumm bleibt. Es bedarf weit mehr als nur den guten Willen, es braucht einen übernatürlichen chirurgischen Eingriff in unser Herz (Denken und Fühlen), den ausschließlich Gott als der Schöpfer aller Dinge vollziehen kann. Es braucht einen Organtausch, das steinerne Herz, welches immerzu Böses sprießt, egoistisch ist und für selbstlose Liebe tot ist, gegen ein fleischernes Herz, das formbar und lebendig ist. (26)

ALTER WEIN IN NEUEN SCHLÄUCHEN

Menschliche Anstrengungen, eine neue Gesellschaft zu schaffen ohne destruktive Lasten, sind so alt wie die Welt. So versuchten die aus Europa nach Amerika Fliehenden, eine neue Gesellschaft zu gründen, die geprägt sein sollte von Gleichberechtigung, Moral, Freiheit der Meinung und der Religion. Doch dieser Versuch entpuppte sich schon nach kurzer Zeit als vergebliche Bemühung. Und das ist auch nicht verwunderlich, denn die Gründer dieser neuen Welt hatten das Grundproblem mitgebracht, und waren sich dessen offensichtlich kaum bewusst: sie selbst waren das Problem bzw. die in ihnen wohnende Sündhaftigkeit.

Aus der neuen Ordnung der Zeitalter – Novus ordo seclorum – zu lesen auf der 1-Dollar-Note der Vereinigten Staaten von Amerika (4) -, der man nach der Unabhängigkeitserklärung 1776 voller Hoffnung entgegenblickte, entsprangen nur spärlich die ersehnten Früchte. Erst 1865 wurde mit dem 13. Zusatzartikel der US-amerikanischen Verfassung die Sklaverei endgültig abgeschafft, die seit dem 17. Jahrhundert ihr Unwesen trieb. Aber es dauerte noch bis 1964 (!) bis die Rassentrennung in den USA aufgehoben wurde (33). Aber die Spannungen zwischen Weißen und Farbigen reichen bis in unsere Zeit. Die Menschen haben sich nicht geändert.

Ebenso wenig kam die indigene Bevölkerung von Amerika in den Genuss der Freiheit und Gleichheit, sie wurden vielmehr seit der Entdeckung Amerikas 1492 immer mehr ihrer Freiheit, ihrer (Boden-)Schätze, ihrer Kultur und ihrer Heimat durch Waffengewalt und hinterhältige Verträge beraubt und letztlich in sogenannte Reservate gepfercht. Über diesem Licht erscheinen all die Symbole der Freiheit, veranschaulicht durch die einzelnen Elemente der amerikanischen Freiheitsstatue an der Hafeneinfahrt von New York, wie ein Hohn! Die Figur stellt Libertas dar, die römische Göttin der Freiheit, die in ihrer rechten Hand eine Fackel hält, das helle Licht der Freiheit, das die Welt erleuchtet (symbolisiert durch die siebenzackige Krone = 7 Kontinente, 7 Weltmeere); zu ihren Füßen liegt eine zerbrochene Kette und in ihrer linken Hand hält sie eine Tafel mit der Inschrift 4. Juli 1776. (1)

Auch die Französische Revolution von 1789 scheiterte in ihrem Grundgedanken schmachvoll. Der GREAT RESET wollte nicht gelingen. Zwar verschwand die absolutistische Königsherrschaft, aber die Diktatur Napoleons war kein wirklich ersehnter Ersatz. Der römisch-katholischen Kirche wurde zwar durch diesen blutigen Umbruch eine bedeutende Wunde zugefügt – doch sie heilte zielsicher fast gänzlich aus, auch wenn sie jetzt (noch) ein anderes Gesicht, geprägt vom Weltfrieden, Versöhnung und Brüderlichkeit, offenbart. (34)

Ähnlich niederschmetternd waren die Ansätze des Dritten Reiches, das mit einem GREAT RESET in unglaublich heuchlerischer Weise warb. Zwar schien es tatsächlich einen wirtschaftlichen Neustart zu geben, aber dieser wurde mit dem Blut unzähliger Unschuldigen erkauft und letztlich erwies er sich als ein definitives Verbrechen an der Menschheit. Ebenso erwiesen sich die hochtrabenden Versprechen von Marx und Lenin als eine Mogelpackung, die nichts anderes als eine Fortsetzung der Unterdrückung und Kontrolle des Volkes war – wie George Orwell in seinem Roman Farm der Tiere sehr bildhaft veranschaulichte. „All animals are equal – but some are more equal than others.” Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher. (5)

Und wie viele „Ossis” brachen beim Mauerfall 1989 voller Hoffnung mit dem GREAT RESET – Gedanken im Kopf in den goldenen Westen auf und mussten eine schmerzvolle Erfahrung einstecken: es ist eben nicht alles Gold, was glänzt! (35)

NEUE WELTORDNUNG

Nach dem Ende des Kalten Krieges 1989 und dem Untergang der Sowjetunion machte sich die Stimmung breit, dass nun ein neues Zeitalter anbrechen würde. Der Sieg des Liberalismus wurde gefeiert, man träumte vom Ende globaler Gegensätze. Während des 2. Golfkrieges ließ der amerikanische Präsident George Bush am 29.1.1991 mit folgender Aussage vor dem Kongress aufhorchen: „Es geht um mehr als nur um ein kleines Land; es ist eine große Idee: eine neue Weltordnung, wo unterschiedliche Nationen zusammenrücken im gemeinsamen Ziel, die universalen Hoffnungen der Menschheit zu erreichen – Frieden und Sicherheit, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Dies ist eine Welt, die es wert ist, dass wir für sie kämpfen, und die es wert ist, die Zukunft unserer Kinder zu sein.” (7) Die Idee dieser neuen Weltordnung wurde bereits im Ersten Weltkrieg von Präsident Woodrow Wilson vertreten. Und als Evangelikale und christliche Fundamentalisten u.a. diesen Begriff aufgriffen und ihn mit diversen Verschwörungstheorien bzgl. Bush in Verbindung brachten, bekam er eine neue Bedeutung und Dynamik. Hinfort mieden amerikanische Politiker diesen Begriff zunehmend – bis er von Papst Franziskus wieder aufgegriffen wurde. In einem Interview gab er zu verstehen: Wir können Ungerechtigkeit heilen, „indem wir eine neue Weltordnung aufbauen, die auf Solidarität basiert, indem wir innovative Methoden erforschen, um Mobbing, Armut und Korruption auszurotten, indem alle zusammenarbeiten.” (8)

Bereits 1994 verkündete David Rockefeller jedoch: „Alles was wir brauchen ist eine richtig große Krise und die Nationen werden die neue Weltordnung akzeptieren.“ (9) Und so wie es scheint, wird die Welt diese neue Ordnung nicht nur akzeptieren, sondern geradezu einfordern. Es kommt immer darauf an, wie man seine Ware präsentiert.

DER RESET GOTTES IN DER MENSCHHEITSGESCHICHTE

THE GREAT RESET ist im Grunde „nichts Neues unter der Sonne” (30). Der erste Reset mit enormen Ausmaßen war die Sintflut. Offensichtlich sollte die Flut und die dadurch eintretenden Veränderungen jedoch lediglich die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Bösen verlangsamen und eindämmen. Immerhin wurde die Welt nach dem Sündenfall innerhalb von weniger als 2000 Jahren gerichtsreif! (31) Und schon kurz nach der Flut ging es mit der Bosheit und Gottlosigkeit ungebremst weiter, sodass Gott durch die Verwirrung der Sprachen und die damit zusammenhängende Zerstreuung ein weiteres Hemmnis einbauen musste. (32) Auch den Auszug aus Ägypten könnte man als Reset, als Neuanfang bezeichnen, der jedoch keine dauerhafte Veränderung brachte; alle Männer ab 20 starben während der 40-jährigen Wanderung in der Wüste. Und die neue Generation, die nach 40 Jahren das Land Kanaan eroberte, wurde bald nachlässig und müde und fiel in alte Verhaltensmuster zurück. Die Geschichte Israels gleicht einer Meereswoge, es ging mehr ab als auf, die babylonische Gefangenschaft war ein schmerzhafter Schuss vor den Bug. Dann endlich nach weiteren Jahrhunderten des Wartens, erschien der ersehnte Messias und leitete mit seiner Menschwerdung, seinem Leben, Tod und seiner Auferstehung den größten Reset der Weltgeschichte ein. Die Jahrhunderte danach waren zwar wieder von hohem Wellengang gezeichnet, Reformation, die große Enttäuschung 1844, aber nichts kann Jesus Christus letztlich daran hindern, den besten und nachhaltigsten Reset aller Zeiten zu Ende zu bringen, wenn er wiederkommt!

Dieser Reset verdient tatsächlich den Namen:

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: … wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. … dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?” (2)

„Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!” (3)

1000 JÄHRIGES FRIEDENSREICH AUF ERDEN?

Doch bis dahin sollten wir nicht vergessen, dass Jesus kein Friedensreich auf Erden versprochen hat (36), wie groß und edel die menschlichen Anstrengungen auch sein mögen. Ganz im Gegenteil, Jesus spricht von einer Phase der Weltgeschichte, wie sie noch nie vorher eingetreten ist, in der Menschen Angst haben werden vor den Dingen, die da kommen, in der die Liebe im Herzen einfriert und in der der Feind sämtliche Register ziehen wird, um die Menschen zu verführen. Doch Gott wird eingreifen und den Druck erträglich machen, sodass die wahren Nachfolger Jesu nicht auch noch verloren gehen. (37)

„Wir leben in der dramatischsten Zeit der Weltgeschichte. Das Schicksal der jetzt lebenden Erdenbewohner steht kurz vor der Vollendung. Unser zukünftiges Wohlergehen sowie das Heil anderer Menschen hängen davon ab, welchen Weg wir jetzt einschlagen. Wir müssen durch den Geist der Wahrheit gelenkt werden. Jeder Nachfolger Christi sollte sich ernstlich fragen: Herr, was soll ich tun? (Apostelgeschichte 22,19) Wir müssen uns vor dem Herrn durch Beten und Fasten demütigen, viel über sein Wort und insbesondere über die Gerichtsszenen nachdenken. Wir müssen jetzt eine tiefe und lebendige Erfahrung in göttlichen Dingen suchen und dürfen keinen Moment verlieren. Um uns herum ereignen sich bedeutsame Dinge, und wir befinden uns in Satans Einflussbereich. Wächter Gottes, schlaft nicht ein! Der Feind lauert in der Nähe und ist jederzeit bereit, euch anzufallen und zu seiner Beute zu machen, solltet ihr schläfrig und matt werden.” (38)

Mitten in dieser Krise müssen wir die gute Nachricht von der baldigen Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus, dem wahren GREAT RESET, mit anderen teilen – er wird in Herrlichkeit kommen, um alle seine Nachfolger zur Zeit der großen Trübsal zu retten, die über die ganze Welt kommen wird. (39) Möge Gott uns helfen, dass wir an diesem großen Tag sagen können: „Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette; nun lasst uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung!” (40)

Neuer Wein braucht neue Schläuche! Bist Du bereit für Gottes operativen Eingriff?

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